Mittersteig 10/7, A-1050 Wien
Auszug aus dem Juryprotokoll zum Gewinnerprojekt
Das Projekt bildet eine Kette von 5 mehreckigen Baukörpern, die miteinander verwebt werden und locker an die Sonnenallee gelegt werden.
Der im Grundriss sechseckige Zuschnitt der Einzel-Bauteilglieder bewirkt lebendige Vor- und Rücksprünge der gesamten Baukörperfronten an
allen Gebäudeseiten und bewirkt dadurch eine angemessene Maßstäblichkeit. Auf einfache Weise gelingt es dem Projekt die Hochgarage
städtebaulich zu integrieren und mit der resultierenden Form eine Gesamtorientierung Richtung Freiraum zu erreichen. Das Erdgeschoß ist als
Sockelgeschoß ausgebildet, das mit geradlinigen Fronten an die zulässigen Baufluchten heranragt. An der östlichen Ecke rückt der Baukörper
von der Bauflucht an der Sonnenallee zurück und schafft so eine Vorplatzsituation.
Die Grundrisse sind in eine mäandrierende Nutzflächenzone an der Fassade und eine über den gesamten Grundriss durchgehende Innenzone gegliedert,
die sich zu 5 platzartigen Situationen erweitert. Dieser Lösungsansatz unterstützt in hervorragender Weise die Intentionen der Ausloberin nach
einem gemeinschaftlich nutzbaren Campus über die Bibergrenzen hinweg, Der fließende Übergang zwischen den Bereichen kann auch die gemeinsame
Mitte ausgezeichnet integrieren und lädt die Kinder ein, auch die anderen Bereiche des Campus zu erkunden.
Auszug aus der Aufgabenstellung
aspern Die Seestadt Wiens ist das größte Stadtentwicklungsgebiet Wiens und ist Teil des 22. Wiener Gemeindebezirks. Auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern wächst eines der weltweit innovativsten und mit 240 Hektar Grundfläche größten Stadtentwicklungsprojekte Europas heran.
Das Bearbeitungsgebiet des Projektes Neubau Bildungscampus Seestadt aspern III – auf dem Baufeld E7 – befindet sich im nordwestlichen Bereich des Entwicklungsgebietes Seestadt aspern. Es ist als Standort für die Errichtung eines Bildungscampus (Kindergarten, Volks- und Mittelschule inkl. Sonderpädagogik) sowie einer Sammelgarage (Hochgarage) vorgesehen. Das Raum- und Funktionsprogramm umfasst eine Nettoraumfläche (Sanitärflächen + Nutzflächen exkl. Verkehrsflächen und Technikflächen) von insgesamt 14.549 m2.
Ausloberin und Auftraggeberin
Stadt Wien vertreten durch die Abteilung Architektur und Stadtgestaltung
Thomas-Klestil-Platz 7/1, 1030 Wien
Wettbewerbsbüro
next-pm ZT GmbH
Niederhofstraße 21-23, 1120 Wien
Fillgradergasse 7/2. Stock, A-1060 Wien
Auszug aus dem Juryprotokoll
Der Lösungsansatz gliedert sich in zwei gleich zugeschnittene Bauvolumina mit E+4 Geschoßen, die jeweils an den Ecken zur Sonnenallee
positioniert sind, symmetrisch mit einem Mitteltrakt verbunden sind und sich im Rahmen der zulässigen Bebauungsbestimmungen entwickeln.
Das Erdgeschoß ist funktional und architektonisch (Fassadengestaltung) als Sockelgeschoß konzipiert, das sich Richtung Campusgarten aus
dem Zentralvolumen etwas herausschiebt.
Der Lösungsansatz erfüllt das geforderte Raumprogramm. Die vorgesehenen Raumproportionen sind nutzungsorientiert. Das Funktionslayout ist
weitläufig praktikabel organisiert und erfüllt aus pädagogischer Sicht die funktional räumlichen Nutzungsanforderungen.
Untere Donaustrasse 13-15, A-1020 Wien
Auszug aus dem Juryprotokoll
Das Projekt überzeugt durch seine klare städtebauliche Struktur: Ein Baukörper orientiert sich mit seiner Längsseite an der südlichen
Sonnenallee, während die Stirnseite des zweiten Baukörpers die nördliche Bauflucht übernimmt. Auf selbstverständliche Weise spannen diese
beiden Volumen einen gut dimensionierten, charakteristischen Eingangsplatz auf. Der C-förmige Baukörper mit E+4 Geschossen definiert klar
die Raumkanten und nutzt die zulässigen Bebauungsspielräume optimal aus.
Der Lösungsansatz erfüllt das vorgegebene Raumprogramm. Die geplanten Raumproportionen – Raumtiefen, Erschließung, Belichtung etc. – erscheinen
jedoch für die Wünsche und Anforderungen der Nutzer: innen wenig geeignet. Die vorgeschlagene Bautypologie orientiert sich mehr an traditionellen
Schulformen als an den Zielen eines modernen Bildungscampus.